Der Erich Maria Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück und seine Verleihung

 

Seit 1991 wird durch die Stadt Osnabrück der "Erich Maria Remarque-Friedenspreis" vergeben. Im Andenken an den Autor werden alle zwei Jahre belletristische, journalistische und wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit den Themen "innerer und äußerer Frieden" auseinandersetzen. Der erste Preisträger dieses Friedenspreises ist der Schriftsteller Lew Kopelew (1991), danach wurden der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger (1993), der israelische Publizist Uri Avnery (1995) und der tschechische Schriftsteller und Journalist Ludvik Vaculik (1997) mit dem Preis ausgezeichnet. Die dazugehörigen Sonderpreise erhielten Anja Lundholm (1991), Dörte von Westernhagen (1993), Miljenko Jergovic (1995) und die Gemeinsame deutsch-tschechische Historikerkommission (1997). 1999 ging der Friedenspreis an Huschang Golschiri und der Sonderpreis an das Gründungskomitee iranischer Schriftseller zum Aufbau ihres Verbands, vertreten durch die iranische Schriftstellerin Fereschte Sari. Im Jahr 2001 wurde der Preis an die weissrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijiwitsch verliehen, der Sonderpreis ging an die internationale russische Menschenrechtsorganisation "Memorial". Im Jahr 2003 erhielten die Auszeichnung der israelische Wissenschaftler Dan Bar-On und der palästinensische Schriftsteller Mahmoud Darwish.

RichtlinienFriedenspreis

Der Preis wird für Arbeiten im Rahmen der Themen "innerer und äußerer Frieden" im weitesten Sinne verliehen (z.B. Krieg und Frieden, Abrüstung, Entspannung, Menschenrechte und Freiheitsrechte, Exil, Vertreibung, Asyl) im Sinne des Mottos von Erich Maria Remarque:

Mein Thema ist der Mensch dieses Jahrhunderts die Frage der Humanität.

Die Preisverleihung ist für Arbeiten in deutscher Sprache und für Arbeiten, die als Übersetzung in deutscher Sprache die Diskussion in der Bundesrepublik Deutschland und anderen deutschsprachig en Ländern mitbestimmen, vorgesehen, und zwar für

Belletristik (Romane, andere Prosaformen, Lyrik, Drama), journalistische Arbeiten in Zeitungen/Zeitschriften oder im Hörfunk/Fernsehen (Serienpublikationen, Reportagen, Dokumentationen etc., Fernseh-Features, Fernseh- oder Hörfunkbeiträge und -reihen, Dokumentarsendungen), allgemeinverständliche wissenschaftliche Darstellungen, Sachbücher, dokumentarische Arbeiten.

Der Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis ist mit 10.000 EUR dotiert. Darüber hinaus kann auf Vorschlag der Jury ein Sonderpreis vergeben werden.

Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen (erstmalige Verleihung 1991). Die Preisvergabe erfolgt durch die verbindliche Entscheidung der jeweils amtierenden Jury. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. Die Jury ist jedoch berechtigt, Vorschläge von dritter Seite einzuholen.

Nach Möglichkeit sollen im Wechsel in einem Zeitraum von sechs Jahren Arbeiten aus den drei genannten Bereichen berücksichtigt werden. Die Preisvergabe aus dem gleichen Bereich kann in einem 6-Jahres-Zeitraum höchstens zweimal erfolgen.

Die Ansprachen und Pressereaktionen können nachgelesen werden in der jeweils erschienenen Festschrift Erich Maria Remarque Friedenspreis der Stadt Osnabrück, erhältlich über:

 

Frau Jutta Sauer
Literaturbüro Westniedersachsen
Ledenhof
49074 Osnabrück

Tel.: ++49/541/28692